News - Optische Telegraphie in Preussen 1832 - 1852

Station 49    Leverkusen  Entfernung zur Station 50 = 5,2 km  
Strassenbezeichnung
Die Straße "Am Telegraf" -

Dieses Straßenschild weist nur auf die Nähe der ehemaligen Telegraphenstation in Schlebusch hin. Der richtige Standort befindet sich zwischen der Mühlhausener- und der Straßburger Straße.

GPS-Koordinaten:
51° 1' 25.54" N
07° 2' 29.26" O

Station 49 in Schlebusch, Ülgemälde
Das Bild hängt hinter dem Tresen der Telegraphen-Klause. Die Wirtin des Restaurants erhielt das Gemälde von Ihrem Stammgast vor Jahren als Geschenk überreicht
Telegraphen-Klause
Albert Schwarz vor dem Restaurant

Die Klause erfreut sich großer Beliebtheit und die Gäste geben sich sehr karnevalistisch in Feierlaune. Außer dem historischen Gemälde befinden sich im Gastraum nur Karnevalsfotos


Dr. Merz zeigt hier ein altes Foto

Die Familie Merz erwarb das Grundstück für den Neubau ihres Hauses. Die Bruchsteine der ehemaligen Telegraphenstation wurden für den Unterbau der Terrasse verwandt. Dr. Merz hat als Kind selbst an dem Bau des Wohnhauses mitgeholfen und uns anschaulich die Zeit der Besiedlung um den Telegraphenerhebung herum geschildert.
Anwohner machten uns auf die großen Bäume aufmerksam, die weithin zu jeder Straße sichtbar und heute Zeugen der Geschichte sind. Der "Kindergarten am Telegraf" trägt den Straßennamen, aber erst nach unserem Besuch und der Übergabe von Flyer haben die Angestellten die Herkunft des Namens erfahren.

 

historisches Foto der Telegraphenstation 49 in Leverkusen-Schlebusch
Ein altes Foto aus der Sammlung des heutigen Besitzer des Grundstücks

Das kleine Telegraphenhaus stand auf einem Hügel in der offenen Landschaft. Das Grundstück überließ die Gemeinde Schlebusch 1832 unentgeldlich dem preußischen Staat zum Bau der Telegraphenstation. Nach Einstellung der Telegraphenlinie erhielt die Gemeinde 1851 das Grundstück wieder zurück.
Nach einem Brand 1860 wurde das Gebäude zu Wohnzwecken ohne Turm wieder aufgebaut. Als aber niemand mehr in dem alten Haus leben wollte, diente es in der ländlichen Gegend als Deckstation für die weidenden Tiere der Umgebung.
Nach dem II. Weltkrieg war das Gebäude unbewohnt und verfiel zusehend. 1954 wurde es abgerissen. Einige Schlebuscher besitzen noch alte Fotografien von dem Haus, die sie uns gern zeigten. Aber die Geschichte der Optischen Telegraphie als Vorläufer der Nachrichtenübermittlung war ihnen nicht bekannt.

Fotos: Sellin (4), Grunwaldt (1), Archiv (2)

 

Vereinslokal zrlegraphenklause
Das Markenzeichen des Vereins

Die Stadtgeschichtliche Vereinigung e. V. in Leverkusen hatte 1991 eine Wanderausstellung - von der Sparkasse Leverkusen gesponsert - mit vielen Dokumenten zur Geschichte der Optischen Telegraphie auch in Schlebusch gezeigt, wobei dieses
Modell im Mittelpunkt stand.


Das Modell der Telegraphenstation