News - Optische Telegraphie in Preussen 1832 - 1852

Station 47    Buchholzen  Entfernung zur Station 48 = 7,6 km  
Haus Buchholzen 48
Aufnahme etwa um 1975

Das Haus der ehemaligen Telegraphenstation auf dem 325 m hohen Rattenberg in der Nähe der Stadt Wermelskirchen ist nach 1849 mehrfach umgebaut worden. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel ist die Turmhöhe verkürzt und das Dach verflacht worden, auch die Anbauten erfuhren etliche bauliche Veränderungen. Die alte Struktur war nur noch an der Eingangsfront des Turms zu erkennen.

Nach einer Volkszählung im Jahr 1840 wohnten in der Telegraphenstation Buchholzen der Obertelegraphist Ritterhaus, 40 Jahre alt, unverheiratet mit einer 60-jährigen Haushälterin und der Untertelegraphist Johann Peter Hardt, 48 Jahre alt mit seiner Familie, Ehefrau Christine und fünf Kinder.

Buchholzen
 Die Lage der Telegrapehnstation auf dem Rattenberg

Aussicht nach Wermelskirchen
 Die Aussicht vom Rattenberg Richtung Wermelskirchen. 20 Meter vom Originalstandort
 der Station entstand die Aufnahme im Mai 2008

    Wappen Wermelskirchen
Wermelskirchen ist eine Mittelstadt in Nordrhein-Westfalen im Rheinisch-Bergischen Kreis mit den Ortsteilen Dhünn und Dabringhausen im Naturpark Bergisches Land. Die der Besiedlung des Bergischen Landes geht auf das 7. bis 10. Jahrhundert zurück. Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde der Ort um das Jahr 1150 als Werenboldeskirken. Während der Hansezeit erreichte Wermelskirchen größere Bedeutung beim Warentransport über Land. Seit 1871 besitzt Wermelskirchen die Stadtrechte. Im Rahmen der Gebietsreform wurden viele umliegenden Ortschaften eingemeindet, so auch Buchholzen.
In der Stadtmitte von Wermelskirchen gibt es eine beliebte Einkaufstraße mit dem Namen "Telegrafenstraße"

Station Buchholzen
Das Haus vor dem Abriss 2002
Nach Einstellung der preußischen Telegraphenlinie wurde das Haus zu Wohnzwecken verkauft. Im Archiv von Wermelskirchen befinden sich noch einige Unterlagen zu den späteren Besitzern des Hauses. Die Station wurde 2008 abrerissen, um Platz für Wohnhäuser zu schaffen. Die ganze Anhöhe ist heute bebaut.

www.wermelskirchen.de/leben

Fotos: Archiv (3), Sellin (1)

Die Große Dhünntalsperre
Die Große Dhünntalsperre