News - Optische Telegraphie in Preussen 1832 - 1852

Station 57    Straßenhaus, Jahrsfeld  Entfernung zur Station 58 = 6,5 km  
Strassenhaus, WappenIn Verbindung mit Eichenlaub ziert der Telegraph das Stadtwappen des Ortes Straßenhaus. Die Erinnerung an die Geschichte der optischen Telegraphie bleibt damit lebendig. Jeder interessierte Besucher wird schon an der Straße nach Straßenhaus neugierig und wird sich gern informieren. Strassenhaus
Die Telegraphenattrappe mitten im Zentrum der Ortsgemeinde Staßenhaus
Telegrph 57 an der Strasse
Der Telegraph an der Straße
Mit Beschluss der Bezirksregierung Koblenz vom 7. Juli 1966 wurden die Gemeinden Jahrsfeld und Niederhonnefeld-Ellingen aufgelöst.
Nach dem politischen Zusammenschluss führen die Ortsteile ihren bisherigen Namen weiter. Die persönliche Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Ortsteil ist bis heute geblieben. Noch heute geben viele Straßenhäuser als Wohnort den Namen ihres Ortseiles an. Wenn es um Straßenhaus geht, heißt es nur: „Mir gin no Stroß" oder „Esch wor off de Stroß".

 

 

Die Station 57 wurde in den Jahren 1832 und 1833 gebaut und diente zunächst nur dem preußischen Generalstab zur Nachrichtenübermittlung. Sie war ein Bestandteil der preußischen Telegrafenverbindung Koblenz-Berlin. Benachbart waren die Stationen Nr.56 in Manroth (Nähe Bertenauer Kopf) und Nr. 58 bei Anhausen.
Die Station Straßenhaus war mit zwei Telegraphisten besetzt. Namentlich nachweisbar ist der Königliche Obertelegraphist Bilgenroth und der Königliche Untertelegraphist Friedrich Ernst Müßig.
Ferner ist 1837 in einem kirchlichen Register der Königliche Telegraphist Johann Gottlob Mertgen erwähnt. Das Stationsgebäude in Straßenhaus ist nur teilweise erhalten.
Es ist das Haus Hauptstraße 23 (heute Haus Gensler), das nach mehrfachem Umbau nur noch Reste seiner einstigen Zweckbestimmung erkennen lässt.
Die ehemalige Telegrafenstation ist eines der ersten Häuser der Ansiedlung „Straßenhäuser", wie sie in einer Übersichtskarte von 1835 genannt worden ist. Das Gebäude wurde 1852/53 von Karl Reinhard erworben und später an David Reinhard veräußert. 1884 ging es in das Eigentum von Karl Anhäuser aus Ellingen über, der es an seinen Sohn Christian Anhäuser („Schmedde-Chrest" – Christian der Schmied) vererbte.

Im November 2001 hat der Heimatverein, nach langwierigem Genehmigungsverfahren einen neuen „symbolisierenden" Telegraphen am Ortseingang von Straßenhaus (von der Autobahn kommend) aufgestellt.

Auf den Seiten der Homepage ist eine detaillierte Beschreibung zum Bau des Telegraphen in Straßenhaus zu finden.

 

Textinformation und Fotos
von der Homepage:

www.strassenhaus.de/